08.08.2015

Der Seriendarsteller mit dem Plan B

Auf der Straße angesprochen werden und daraus eine solide TV-Karriere entwickeln – sowas gibt’s doch nicht?
Doch, der Krefelder Önder Kavak hat es erlebt. Genauer gesagt: Er erlebt es immer noch. Und trotzdem hat er einen Plan B in der Tasche. Doch dazu später.

Vor fünf Jahren wurde der heute 35-Jährige, der gern in der Mucki-Bude Eisen pumpt und sehr gepflegt aussieht, in der Krefelder City von einem Scout einer Produktionsfirma angesprochen. Danach ging alles sehr schnell: Er absolvierte ein Casting in Hürth bei Köln und rutschte dann recht schnell in das Fernsehgeschäft hinein, wird in guten Jahren über zwanzig Mal gebucht.

Zum ersten Mal auf der Mattscheibe zu sehen war er in »Privatdetektive im Einsatz« auf RTL2. Dann in »Köln 50667«, eine Art Reality-Format. Dann folgten Einsätze in Serien wie »Der König des Blocks« oder »Auf Streife«. 
Zuverlässigkeit und schnelle Auffassungsgabe kamen Önder Kavak, der aus Hamburg stammt, dabei zugute. »Ich war ja schauspielerisch nicht vorgebildet, aber ich habe viel dazugelernt: das Fachdeutsch der Filmer oder wie man ein Drehbuch studiert.« Der Ehrgeiz brachte Erfolg: Mittlerweile war Kavak auch auf SAT1, RTL, Vox und Kabel1 zu sehen.

Bei »Im Namen der Gerechtigkeit« mit Richter Alexander Hold spielte er einen Ex-Knacki, der zu guter Letzt von einem falschen Verdacht freigesprochen wird. »Das ist so ein bisschen meine Schublade,« lächelt er, »der Bösewicht, der aber in Wirklichkeit nichts angestellt hat.« Seine freundliche, offene Art lässt das kaum glauben, aber zwei unübersehbare Bizepse und ein paar Tattoos können auch eine andere Sprache sprechen.

Gedreht wird meistens in Köln und manchmal in München, dann bekommt er recht kurzfristig ein Ticket in die Hand gedrückt und fliegt in den Süden, wo vier bis sieben Tage gedreht wird. Normalerweise wird knapp zwei Wochen vorher angefragt. Allein dieses Jahr war das schon mindestens ein Dutzend Mal der Fall. Aber in den letzten Monaten musste er einige Engagements absagen, wegen seiner Fortbildung.

Ja, diese Fortbildung. »Die Filmerei macht natürlich Spaß und ich könnte auch davon leben,« sagt Önder Kavak, »aber wer weiß ob das immer so bleibt? Das bietet keine Sicherheit für mich und meine Familie.«
Früher hat er bei einer Schuh-Kette gearbeitet und war Fahrer bei der Post, jetzt lässt er sich beim BZ Bildungszentrum in Tönisvorst zum EU-Kraftfahrer mit dem Zusatz »Personenverkehr« ausbilden. Kurz gesagt: Busfahrer, Plan B eben. 

Er steht kurz vor der Abschlussprüfung und er weiß, dass diese Berufsgruppe immer gefragter wird, ob im öffentlichen Nahverkehr oder bei den Fernbussen. Das bietet ihm die Sicherheit, die er will.
Obwohl: Mittlerweile filmt seine Frau auch …


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