10.03.2014

Arbeitsplatzsicherung durch Weiterbildung

Ausgebildete EU-Kraftfahrer sind eine gesuchte Spezies

Friedel Söhnchen war 28 Jahre alt und Kraftfahrer bei der Krefelder Spedition Bönders. Sein Führerschein erlaubte ihm das Fahren von Lastwagen bis 7,49 Tonnen. Das hört sich für den Laien nach viel an, aber Friedel Söhnchen wollte auch die ganz dicken Brummis fahren. Und er ahnte, dass das mit dem »kleinen« Lkw-Führerschein nicht ewig gut gehen würde.

Heute ist Friedel Söhnchen 36 und hat die Ausbildung zum EU-Kraftfahrer absolviert, die Scheine für Gefahrguttransport, Ladungssicherung und sogar den Staplerfahrer in der Tasche. Und er fährt 40-Tonner.  Er sagt: „Es macht mir deutlich mehr Spaß, die Großen zu fahren.“

Doch Größe ist nicht alles. Friedel Söhnchen hat sich mit seiner Weiterbildung nicht nur einen Traum erfüllt, sondern zudem auch seinen Arbeitsplatz gesichert. Ausgebildete EU-Kraftfahrer sind schon seit Jahren eine gesuchte Spezies, und diese Situation wird sich in diesem Jahr durch bestimmte Deadlines des Gesetzgebers noch deutlich verschärfen. 

Sein Chef, Prokurist André Dohr bei der Spedition Bönders am Krefelder Hafen, erläutert: »Bei uns haben sich die Anforderungen an Kraftfahrer stark verändert. Herr Söhnchen fuhr damals Teile für einen Automobilhersteller. Doch es wurden immer mehr und die Teile wurden auch größer, er brauchte also einen Schein für schwerere Fahrzeuge.« Sprich: die Qualifizierung zum EU-Kraftfahrer.

Hier kommen einerseits die Bundesregierung in Berlin und andererseits das BZ Bildungszentrum in Tönisvorst ins Spiel. Für die Regierung initiierte die Agentur für Arbeit Anfang 2007 ein Programm mit dem schönen Namen »WeGebAU« (»Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen«). Hierfür gibt es Fördermittel wie Arbeitsentgeltszuschüsse oder Bildungsgutscheine. Und das BZ Bildungszentrum hatte das für die Firmen passende Angebot parat. Vertriebsleiter Bernd Rütten: »Wir haben ein Paket entwickelt mit allem was dazugehört und wobei der Mitarbeiter möglichst selten im Betrieb fehlt.«

Als sein Chef ihn dann fragte, ob man das nicht machen sollte, musste Friedel Söhnchen keine Sekunde überlegen und sagte ja zu der Weiterbildung. Obwohl er wusste, was auf ihn zukam: Berufsbegleitend zweimal die Woche abends und jeden Samstag Unterricht, und das über acht Monate. »Das war anstrengend, aber ich habe mich im BZ Bildungszentrum gut aufgehoben gefühlt. Ich kann nur jedem empfehlen, das zu machen.«  
Es ist nicht nur so, dass sich seine Kompetenzen und sein Verantwortungsbereich deutlich vergrößert haben, er hat auch einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung seines Arbeitsplatzes geleistet. Allein schon, weil Fahrer mit einem 7,5-Tonner-Schein bald im Speditionswesen nicht mehr viel anfangen können, da die allermeisten auf größere Fahrzeuge umstellen. 

Prokurist Dohr zieht ebenso pragmatisch wie von der Sache begeistert das Fazit: »Das ist eine Win-Win-Win-Situation. Der Arbeitnehmer sichert seinen Arbeitsplatz und verdient mehr. Die Firma hat bessere Mitarbeiter. Und die Arbeitsagentur weiß: Der wird kein Fall für uns.«

www.bk-group.de

Auf den Fotos v.l.n.r.: André Dohr, Friedel Söhnchen, Bernd Rütten.


BZ Bildungszentrum – Kontakt

BZ Bildungszentrum – Kontakt

BZ Bildungszentrum GmbH
Tempelsweg 40
47918 Tönisvorst

Telefon 02151 70616-0

info@bz-bildungszentrum.de

Schreiben Sie uns!
Anfahrt

Anfahrt

Das BZ Bildungszentrum
finden Sie in Tönisvorst.
Wie? Das erfahren Sie hier!

Anfahrt – So finden Sie zum BZ