Geprüfte/r Logistikmeister/in

Hauptaufgabenbereiche der Logistikmeister/innen sind die Planung, Organisation, Koordination und Überwachung der Lagerhaltung und -einrichtungen.
Sie sind für die fachgerechte Lagerung, den sachgemäßen Transport und den Versand von Gütern verantwortlich. 
Sie kontrollieren die Lieferung, überwachen die Warenannahme, prüfen und erfassen Begleitpapiere und sorgen dafür, dass die Lagerverwaltung reibungslos funktioniert. Sie leiten Fach- und Hilfskräfte an und bilden den Nachwuchs aus.

Die wichtigsten Lerninhalte
– 
Waren und Materialien annehmen, deren Qualität und Quantität prüfen
– Reklamationen abwickeln
– Warenbestände sowie deren ordnungsgemäße, produktspezifische Lagerung kontrollieren
– Lagerbücher, -karteien, -listen und –Dateien führen und Lagerkennzahlen ermitteln und auswerten
– Wirtschaftlichkeit beobachten, z.B. in Bezug auf durchschnittlichen Lagerbestand, Lagerumschlag, Lagerzinsen
– Lagerstatistik erstellen
– Lagerbedarf festlegen, Ergänzungsbedarf melden
– Die Einhaltung gesetzlicher Lager- und Transportvorschriften, Sicherheits-. Unfallverhütungs- und Umweltschutzbestimmungen sicherstellen
– Inventurarbeiten planen, organisieren und überwachen
– Unterstellte Fach- und Hilfskräfte fachlich anleiten und unterweisen
– Den betrieblichen Teil der Berufsausbildung unter Beachtung der rechtlichen, pädagogischen und psychologischen Grundlagen durchführen
– Bei der Planung sowie Durchführung, Anleitung und Überwachung der im Betrieb durchgeführten Aus- und Fortbildung mitwirken.
Quelle: berufenet/Bundesagentur für Arbeit 

Zulassungsvoraussetzungen
(1) Zur Prüfung im Prüfungsteil »Grundlegende Qualifikationen«wird zugelassen, wer
1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf aus dem Bereich der Logistik
oder
2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis
oder
3. eine mindestens vierjährige Berufspraxis nachweist.
(2) Zur Prüfung im Prüfungsteil »Handlungsspezifische Qualifikationen« wird zugelassen, wer Folgendes nachweist:
1. Den abgelegten Prüfungsteil „Grundlegende Qualifikationen”, der nicht länger als fünf Jahre zurückliegt 
und
2. mindestens ein Jahr Berufspraxis im Fall des Absatzes (1) Nr. 1 oder ein weiteres Jahr Berufspraxis zu den in Absatz (1) Nr. 2 bis 3 genannten Zulassungsvoraussetzungen.

Die Berufspraxis soll wesentliche Bezüge zur Tätigkeit einer Geprüften Logistikmeisterin/eines Geprüften Logistikmeisters haben.
Wir empfehlen dringend, die Zulassung zur Prüfung vor Beginn eines Vorbereitungslehrganges zu beantragen. Anträge sind bei den IHK-Ansprechpartnern erhältlich.
Über die Zulassung entscheidet die IHK.

Fördermöglichkeiten
Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) – sog. »Meister- BAföG« – begründet einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen, d.h. von Meisterkursen oder anderen auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereitenden Lehrgängen. Das »Meister-BAföG« unterstützt die Erweiterung und den Ausbau beruflicher Qualifizierung und stärkt damit die Fortbildungsmotivation des Fachkräftenachwuchses. Über die Darlehensteilerlasse hinaus werden Anreize zum erfolgreichen Abschluss bzw. den Schritt in die Selbstständigkeit geschaffen. Das »Meister-BAföG« existiert seit 1996. Bereits mit einem 1.AFBG-Änderungsgesetz wurden die Leistungen des Gesetzes deutlich verbessert. Diesen Weg haben Bund und Länder mit dem 2.AFBG-Änderungsgesetz fortgesetzt. Der Deutsche Bundestag hat am 12.Februar 2009 eine von der Bundesregierung eingebrachte Reform dieses Gesetzes verabschiedet und der Einleitung Bundesrat hat dieser am 06. März 2009 zugestimmt. Mit dem »Zweiten Gesetz zur Änderung des AFBG« wird das AFBG fit gemacht für die Zukunft. Das neue »Meister-BAföG« ist am 1.7.2009 in Kraft getreten Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) Das AFBG verfolgt das Ziel, Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen und sie zu Existenzgründungen zu ermuntern. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung grundsätzlich in allen Berufsbereichen, und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird (Vollzeit-Teizeit-schulisch-außerschulisch-mediengestützt-Fernunterricht).

Weitere Information entnehmen sie bitte der Broschüre  Informationen unter: http://www.bmbf.de/pub/das_neue_afbg.pdf
http://www.meister-bafoeg.info/de

Steuerliche Förderung
Der Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen kann bei der Einkommenssteuerklärung berücksichtigt werden. Dies kann zu einer erheblichen Steuerersparnis führen.
Die Fort- oder Weiterbildungskosten sind als Werbungskosten absetzbar. Zu beachten ist allerdings, dass vom Finanzamt ein Werbungskostenpauschalbetrag von 1.000,00 Euro pro Jahr angesetzt wird. Eine unbeschränkte Berücksichtigung von Fort- und Weiterbildungskosten von mindestens 1.000,00 Euroangefallen sind (z.B. durch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte). Ansonsten können die Fort- und Weiterbildungskosten nur berücksichtigt werden, soweit sie den Pauschalbetrag von 1.000,00 Euro übersteigen.
Neben dem Abzug als Werbungskosten (bei Nicht-Selbstständigen) ist auch der Abzug als Betriebsausgaben im Rahmen der selbstständigen Tätigkeit möglich. Insbesondere bei zukünftig Selbstständigen spricht man in dem Fall von »vorweggenommenen Betriebsausgaben«. 

Folgende Kosten sind u.a. als Werbungskosten abzugsfähig:
– Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
– Fahrtkosten
– Schreibbedarf und Arbeitsmittel
– Fachliteratur, Computer
– Porto- und Telefonkosten
Die Ersparnis an Einkommenssteuer hängt ab von der Höhe des jährlich zu versteuernden Einkommens und dem Familienstand.

Präzise Aussagen zur steuerlichen Förderung können jedoch immer nur vor dem Hintergrund Ihrer individuellen Situation getroffen werden. Wir empfehlen Ihnen daher, sich zur Klärung Ihrer Fragen mit Ihrem Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder dem für Sie zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen.

Änderungen vorbehalten!

Über Details informiert Sie gerne Ihr BZ-Ansprechpartner Bernd Rütten:
per Telefon 02151 70616 - 23 oder per E-Mail an info@bz-bildungszentrum.de.

Die nächsten Termine: Geprüfte/r Logistikmeister/in

Die nächsten Termine: Ausbilder/innen-Eignungsprüfung nach AEVO

Kontakt: Bernd Rütten

Kontakt: Bernd Rütten

Aus- und Weiterbildungsberater

Telefon 02151 70616 - 0

info@bz-bildungszentrum.de