10.10.2011

Mit der Skyactiv-Technologie will Mazda 30 Prozent Sprit einsparen

Bis 2015 will Mazda den Verbrauch seiner Fahrzeugflotte im Vergleich zu 2008 um 30 Prozent verringern. Ähnliche ehrgeizige Ziele haben andere Autohersteller auch.

© ddp

"Skyactiv" nennt Mazda seine technische Strategie. Im Rahmen der Sparmaßnahmen wird nicht nur an der Optimierung der Verbrennungsmotoren gearbeitet, sondern auch an neuen manuellen und automatischen Getrieben, Karosserien und Fahrwerken. Immer unter der Prämisse der Verbrauchsreduzierung bei gleichzeitiger Steigerung der Sicherheit und des Fahrvergnügens. Ein Gesamtkonzept, das bereits im nächsten Jahr mit der Einführung des kompakten SUV CX-5 seine Premiere feiern wird. Später sollen sukzessive weitere effizienzverbessernde Technologien wie ein regeneratives Bremssystem und - in Zusammenarbeit mit Toyota - Hybridsysteme eingeführt werden.

Bei beiden Motor-Entwicklungen setzt Mazda auf einen besseren Verbrennungsprozess, da der gegenwärtige Wirkungsgrad selbst bei modernen Triebwerken lediglich rund 30 Prozent beträgt. Der Benzindirekteinspritzer (Skyactiv-G) arbeitet mit einem Verdichtungsverhältnis von 14:1 - einer Verdichtung, die ansonsten nur bei Sportwagen zu finden ist und einen Rekordwert für Großserienfahrzeuge darstellt. Dies führt laut Mazda zu einer Verbrauchsreduzierung um 15 Prozent und trägt zugleich zur Steigerung des Drehmoments um ebenfalls 15 Prozent bei. Ebenfalls positiv: Das höhere Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich erhöht die Durchzugskraft.

Der Skyactiv-D-Dieselmotor stellt in puncto Verdichtung ebenfalls einen Rekord auf. Er besitzt mit 14:1 das weltweit niedrigste Verdichtungsverhältnis aller Selbstzünder (üblicherweise 16:1 oder 18:1), was laut Hersteller eine Verbrauchssenkung von 20 Prozent und eine besonders saubere Verbrennung ermöglicht. Eine zweistufige Turboaufladung sorgt dabei für eine hohe Drehmoment-Ausbeute im gesamten Drehzahlbereich.

Die neuen Getriebe - Sechs-Stufen-Automatik und Sechs-Gang-Schaltgetriebe - wurden ebenfalls effizienter und leichter. Beim Automaten wurde darüber hinaus die Drehmomentübertragung verbessert, wobei die Gangwechsel fast so flott wie bei Doppelkupplungsgetrieben erfolgen.

Für weitere Gewichtsreduzierung sorgt eine neue Karosseriestruktur unter Verwendung eines höheren Anteils von hochfesten Stählen sowie einem neuen Chassis. Die Karosserie ist laut Herstellerangaben 8 Prozent leichter und 30 Prozent steifer, was die Crash-Sicherheit ebenso wie die Handling-Eigenschaften erhöhen soll. Und auch das Leichtbau-Chassis mit einer neu entwickelten Radaufhängung weist gegenüber dem bisherigen Fahrwerk ein um 14 Prozent verringertes Gewicht auf. Unterm Strich soll der Diesel-CX mit Frontantrieb und Schaltgetriebe einen CO2-Ausstoß von unter 120 Gramm pro Kilometer erreichen - bei der nächsten Generation des Mazda6 in 2013 sollen es gar 105 g/km sein.

dapd


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